Dreimal Edelmetall bei den Landesmeisterschaften der U 15

Die besten sächsischen Jungen und Mädchen der Altersklasse U 15 trafen sich am 27. Mai in Rodewisch um ihre Landesmeister zu küren. Unter den fast 200 Startern machten sich auch die vier Lichtenberger Qualifikanten Hoffnungen auf die eine oder andere überraschung. Als kurz nach 10:00 Uhr die Wettkampflisten ausgehangen wurden, war allen klar: Einfach wird das heute nicht.
Erster Kämpfer für das Lichtenberger Judoteam war Moritz Lindner. Gleich im ersten Kampf traf er auf einen der Mitfavoriten, Richter aus Bautzen. Leider gab er diesen Kampf hin und musste den schweren Weg in die Hoffnungsrunde antreten. Dies meisterte er mit zwei souveränen Siegen und stand damit im Kampf um Bronze. Da traf er wieder auf seinen Erstrundengegner. Hier ging es aber wesentlich knapper zu. Moritz warf alles in die Waagschale und nur durch einige fragwürdige Kampfrichterentscheidungen verlor Moritz nur mit einer kleinen Bestrafung. Platz fünf war für ihn, als einer der jüngsten dennoch ein tolles Ergebnis.
Zweiter im Bund war Nils Schöne. Was er in diesem Turnier vorhatte zeigte er vom ersten Kampf an. Nach einer souveränen Vorrunde beendete er auch seinen Halbfinalkampf als Sieger. Im Finale traf er dann auf den Rodewischer Adam. Trotz einer starken kämpferischen Leistung von Nils musste er sich seinem Gegner beugen. Für Nils war es seine erste Medaille bei einer Landesmeisterschaft und dann gleich die Silberne. Tolles Ergebnis.
Nun war es an unseren Mädchen ihr Können zu zeigen. Zunächst wurde Marie Klotsche auf die Tatami gerufen. In der Vorrunde hatte sie ganz viel Losglück und so war der Kampf um den Finaleinzug ihr erster „richtiger“ Kampf. Nach einigen Startschwierigkeiten bekam sie den Fight gegen die Holzhausenerin Kreusel immer besser in den Griff und zog letztendlich verdient in das Finale ein. Dort jedoch liess ihr die, ein Jahr ältere, Treicher aus Schildau keine Chance und Marie verlies leider als Verliererin die Matte. Aber sie hatte die Silbermedaille gewonnen und feierte gleich im ersten Jahr in dieser Altersklasse den Vizemeistertitel.
Letzte Vertreterin für die Lichtenberger Judoka war Anna Theresia Gräfe. Nach einem erfolgreichen Auftakt gegen Marschner aus Rammenau traf sie auf die spätere Landesmeisterin Kuhl aus Rochlitz. Anna Theresia war auch in diesem Kampf nicht Chancenlos, doch leider geriet sie kurz vor Kampfende in eine Festhalte aus der sie sich nicht mehr befreien konnte. Nun galt es im Kampf um Bronze doch noch die erhoffte Medaille zu sichern. Doch der Kampf war eher vorbei als viele erwarteten. Nach einer groben verbotenen Handlung wurde Anna Theresias Gegnerin schon nach 20 Sekunden disqualifiziert und so konnten sich die Lichtenberger über die Bronzemedaille freuen.
Mit zwei Viezemeistertiteln, einer Bronzemedaille und einem fünften Platz schafften die vier vom Lichtenberger Judoteam ein Ergebnis mit dem im Vorfeld der Meisterschaften niemand rechnen konnte.
Diese Leistungen sind der verdiente Lohn für das harte Training der letzten Monate und zugleich auch Ausdruck für die Leistungsstärke des Lichtenberger Judosports insgesamt. Wir als kleiner Verein können stolz auf das Erreichte sein. Jetzt heisst es die nächsten Wochen nutzen um dann am 17. Juni bei den Mitteldeutschen Meisterschaften, gegen die besten Judoka aus Sachsen, Sachsen – Anhalt und Thüringen ebenfalls zu bestehen und auch dort für die eine oder andere überraschung zu sorgen.

U.M.