Jahresabschluss im hohen Norden

Es war vielleicht die weiteste Wettkampfreise der Lichtenberger Judoka und auch die längste. Am 09. und 10. Dezember ging für Anna Theresia Gräfe, Marie Klotsche, Moritz Lindner, Nils Schöne und Julian Mann die Reise nach Bremen. Diese fünf Athleten hatten in den vergangenen Jahren mehrfach bei Landes- und Mitteldeutschen Meisterschaften für herausragende Ergebnisse für den TSV 1886 Lichtenberg gesorgt und auch bei vielen Turnieren in der Region Medaillen abgeräumt. Beim bundesweit bekannten, internationalen Turnier „Bremen Open“ wollten sie unter den mehr als 800 Teilnehmern, unter anderem aus Finnland, Dänemark, Schweden und den Niederlanden, ihr Können zeigen und vor allem auch neue Erfahrungen sammeln. Schon beim Betreten der Sporthalle mit sieben Wettkampfflächen (normal sind 2 oder 3) spürte man, dass einige doch schon mächtig beeindruckt waren. Auch als die Wettkämpfe begannen, konnten einige ihre Nervosität nicht ganz ablegen. Für das beste Ergebnis aus Lichtenberger Sicht sorgte Marie Klotsche, die sich in ihrer Gewichtsklasse bis auf den siebenten Platz vorkämpfen konnte. Für die anderen Lichtenberger reichte es diesmal leider nicht für den Sprung auf die Spitzenplätze des Turniers, auch wenn jeder von ihnen sein persönliches Erfolgserlebnis hatte. Auf der durch den Wintereinbruch im Norden teilweise beschwerlichen Rückfahrt zogen dann alle auch ein positives Resümee. Auf den Punkt brachte es Julian Mann als er sagte: „Da haben wir heute mal gesehen wo wir stehen, und wo wir hinmüssen um bei solchen Turnieren zu bestehen. Da muss bestimmt noch eine ganze Menge Schweiss fliessen. Doch wir haben auch gesehen, dass wir durchaus mithalten können, wenn es darauf ankommt.“ Und Stefan Gocht ergänzte: „Es war klar, dass wir bei diesem Turnier, das gespickt war von Teilnehmern und Medaillengewinnern bei Deutschen Meisterschaften und das mit hochrangiger internationaler Besetzung aufwartete, nicht unbedingt zu den Medaillenkandidaten gehören werden. Doch unsere Mädchen und Jungen haben sich toll verkauft und schon an der einen und anderen Stelle für Aufsehen gesorgt. Jetzt gilt es das Erlebte mit ins Training einzubringen. Aber wir haben auch gesehen, dass wir auch auf dieser Ebene mithalten können. Auf alle Fälle war es wichtig, dass wir hier in Bremen waren und sicher werden wir auch wieder an solchen grossen Turnieren teilnehmen.“ Abschliessend möchten wir uns noch bei Falk Lindner bedanken, der uns mit seinem Bus so sicher in den Norden und vor allem auch wieder nach Hause gebracht hat.
U.M.