Landesmeisterschaften U 15 in Riesa

Kleiner Verein – Grosse Erfolge
Lange fieberten die Mädchen und Jungen der Altersklasse U 15 auf diesen Wettkampf zu. Endlich war es am 5. Mai soweit und auch für diese Altersklasse standen die sächsischen Landesmeisterschaften auf dem Wettkampfplan. Alle fünf Lichtenberger Starter, die sich erfolgreich zu diesem Turnier qualifizieren konnten, hatten sich einiges vorgenommen und wollten im Wettstreit mit den besten sächsischen Judoka zeigen, dass auch ein kleiner Verein ein Wörtchen mitreden kann, wenn es um die Medaillenvergabe geht.
Bei den Jungs hatten sich mit Tim Engelhorn, Robin Erben und Moritz Lindner gleich drei TSV Judoka die Startberechtigung erkämpft. Tim und Robin, die beide zu den jüngsten Teilnehmern in ihrer Gewichtsklasse zählten, konnten noch nicht in die Medaillenvergabe eingreifen. Doch beide zeigten grossen kämpferischen Einsatz und konnten eine Menge Erfahrungen mitnehmen, die sie jetzt im Training umsetzen und bei den nächsten Turnieren einsetzen werden. Diese Erfahrungen hatte Moritz Lindner bereits. Er konnte im Vorjahr bereits den fünften Platz belegen und hatte sich eine ganze Menge vorgenommen, was man ihm schon in der Vorbereitung auf den Wettkampf anmerkte. Hochkonzentriert und erfolgreich ging er in seinen Vorkämpfen zu Werke in denen er unter anderem die beiden späteren Bronzemedaillengewinner vor Ende der regulären Kampfzeit bezwingen konnte. Somit stand er im Finale und hatte Silber schon sicher. Doch Moritz wollte mehr. Im Finale arbeitete er taktisch klug und brachte seinen Gegner immer wieder in brenzlige Situationen, konnte aber keine Wertung erzielen. Je länger der Kampf dauerte, desto sicherer wirkte Moritz und desto nervöser wurde sein Gegenüber, bis dieser kurz vor Ende der Kampfzeit eine verbotene Aktion beging, die zu seiner Disqualifikation führte. Somit war Moritz verdienter sächsischer Meister in seiner Gewichtsklasse und fiel stolz und glücklich in die Arme seiner Trainer.
Damit hatte er aber auch unseren beiden Mädchen eine mächtige Vorgabe auf den Weg gegeben.
Anna Theresia Gräfe und Marie Klotsche hiessen die beiden Starterinnen vom Lichtenberger Judoteam, die beide in der gleichen Gewichtsklasse an den Start gingen und ebenfalls um die Medaillen mitkämpfen wollten und konnten. Anna Theresia musste sich leider schon im ersten Kampf geschlagen geben und nachdem die Enttäuschung überwunden war, nahm sie den schweren Weg über die Hoffnungsrunde an um vielleicht doch noch um Bronze kämpfen zu können. Sie erreichte das kleine Finale um Platz drei und zeigte, dass die Niederlage zum Anfang ein Ausrutscher war. Schon nach knapp einer Minute konnte Anna Theresia ihre Kontrahentin mit einem Fusswurf auf den Rücken befördern und sich somit, wie im Vorjahr die Bronzemedaille sichern.
Marie Klotsche, unsere zweite Vertreterin, zeigte von Anfang an, dass sie nicht vorhatte, Moritz Lindner die Ehre des einzigen Landesmeisters aus Lichtenberger Sicht zu überlassen. überlegen und gewohnt ruhig gestaltete sie ihre Vorrundenkämpfe und zog somit verdient in das Finale ihrer Gewichtsklasse ein. Dort stand sie einer körperlich weit überlegenen Gegnerin gegenüber. Doch Marie und ihr Trainer hatten sich einen taktischen Weg überlegt, der diese überlegenheit ausschalten sollte. Marie setzte den Plan um und konnte nach zwei Minuten, in denen sich beiden Kämpferinnen neutralisierten, einen Wurf erfolgreich ansetzen der zu einem vollen Punkte führte und damit den Kampf vorzeitig beendete. Nach Silber im letzten Jahr war Marie damit sächsische Landesmeisterin in ihrer Gewichtsklasse 2018.
Für unsere drei Medaillengewinner gibt es aber keine Pause. Alle drei konnten sich zu den Mitteldeutschen Meisterschaften qualifizieren und vertreten den TSV 1886 Lichtenberg am 9. Juni im thüringischen Schmölln im Wettstreit der besten Judoka Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens. Dazu wünschen wir ihnen jetzt schon viel Erfolg. Ein besonderer Dank gilt Julian Mann. Er übernahm nach dem Ausfall des Trainers in den letzten sechs Wochen einen Grossteil des Trainings und hatte einen gehörigen Anteil daran, dass alle Lichtnberger Starter so gut vorbereitet in das Turnier gingen und diese grossen Erfolge erkämpfen konnten.

U.M.