Mitteldeutsche Meisterschaften U 18 / U 21

Viel Zeit zum Feiern blieb nicht. Schon eine Woche nach den Erfolgen bei den Landesmeisterschaften ging für Marie Klotsche, Moritz Lindner und Julian Mann die Reise nach Jena, Dort trafen sie sich mit den besten Judoka aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen zu den mitteldeutschen Meisterschaften der Altersklassen U 18 und U 21. Doch nicht nur der Titel eines Mitteldeutschen Meisters war es um den es bei diesem Turnier ging. Sondern die Medaillengewinner erreichten auch die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften in ihrer Kategorie. Ein Wettkampf an dem bisher noch nie ein Lichtenberger teilnehmen durfte.
Marie Klotsche und Moritz Lindner mussten schnell merken, dass die Trauben hier höher hängen als in Sachsen. Beide konnten sich nicht wie gewohnt in Szene setzen und obwohl sie kämpferisch alles boten konnten sie nicht in den Medaillenkampf eingreifen und belegten am Enden jeweils Platz sieben in ihrem Limit. Aber da beiden zum jüngsten Jahrgang in ihrer Altersklassen gehören gibt dieser Auftritt viel Hoffnung auf die nächsten Jahre. „Das kämpfen in der U 18 ist schon etwas ganz anderes als in der U 18. Die vielen Veränderungen in der Wettkampfregeln machen es schon viel schwerer hier zu bestehen. Da muss ich im nächsten Jahr im Training noch einiges umstellen und versuchen bei vielen Turnieren Erfahrungen zu sammeln, damit ich dann bei den Meisterschaften 2020 wieder angreifen zu können. Doch auch so bin ich mit dem siebenten Platz sehr zufrieden“ So wertete Marie Klotsche selbst ihr Abschneiden in Jena und das gleich trifft auch auf Moritz Lindner zu.
Gleich zwei Chancen eine Medaille zu erkämpfen hatte Julian Mann. In der U 18 ging er als sächsischer Meister an den Start und er wollte in Jena zeigen, dass das Ergebnis der Vorwoche keine Eintagsfliege war. Und er begann auch wie die Feuerwehr. Nach einer souveränen Vorrunde in der er seinen Gegnern keine Chance gab traf er im Halbfinale auf den Meister aus Thüringen. Es entspann sich ein enger Kampf in dem Julian einmal eine falsche Entscheidung traf und sich dem späteren Gewichtsklassensieger geschlagen geben musste. Im Kampf um Bronze fand er dann nie richtig in den Kampf und musste sich ebenfalls geschlagen geben. Damit blieb ihm nur der undankbare fünfte Platz. Damit war Julian überhaupt nicht zufrieden, obwohl es eigentlich eine tolle Platzierung ist.
Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, ob der vertanenen Medaille in der U 18 nahm Julian seine zweite Chance in Angriff.
Bei den Männern der U 21, in der viele aktuelle und ehemalige Deutschen Meister und eine ganze Reihen Medaillengewinner bei nationalen und internationalen Meisterschaften am Start waren, war es ungleich schwerer in den Medaillenkampf einzugreifen. Doch Julian zeigte mit viel Herzblut, was er wirklich kann und dass er unbedingt zu den Deutschen Meisterschaften will.
Er zeigte technisch, taktisch und vor allem kämpferisch starke Kämpfe und nutzte seine konditionellen Vorteile. Trotz einer Niederlage gegen den amtierenden Deutschen Meister seiner Gewichtsklasse erreichte er die Bronzemedaille. Dieser dritte Platz war der Lohn einer tollen Leistung. Und nicht nur das. Julian sicherte sich damit auch die Teilnahmeberechtigung an der Deutschen Meisterschaft, die am 9. und 10. März in Frankfurt/Oder stattfindet.
Damit ist er, in der fast 30- jährigen Geschichte des Judosports in Lichtenberg, der erste TSV Judoka der unseren kleinen Verein bei einer Deutschen Meisterschaft vertreten darf.
„Die nächsten drei Wochen werden sicher noch einmal ganz Intensiv im Training. Aber ich will auch in Frankfurt/Oder zeigen was ich draufhabe. Heute bin ich erstmal total glücklich“ Sagte Julian nach dem Wettkampf.
Julian ist der erste Lichtenberger bei den Deutschen Meisterschaften. Doch man kann sich sicher sein, dass er nicht der letzte sein wird. Denn er hat bewiesen, dass man bei flei&szligigem Training auch als Sportler eines kleinen Vereins ganz Gro&szliges erreichen kann. Das wird sicher ein riesiger Ansporn für alle Sportler vom Lichtenberger Judoteam sein ihm nachzueifern.