Fünfmal Edelmetall im Vogtland erkämpft

Viel Zeit zum entspannen hatten die Judoka vom Lichtenberger Judoteam nach den Feiertagen
und dem Jahreswechsel nicht. Schon Mitte Januar starteten für die Altersklassen U 18 und U 21
die ersten Meisterschaften des neuen Jahres. Nach einer kurzen aber knackigen Vorbereitung mit
zahlreichen Lehrgängen und Trainingscamps machten sich am 21. Januar insgesamt sieben
Mädchen und Jungen vom TSV 1886 Lichtenberg auf den Weg ins vogtländische Adorf. Mit ihnen
gemeinsam traten fast 300 Judoka an im Kampf um die Titel eines Landesmeisters, einer
Landesmeisterin in den beiden Altersklassen. Den Wettkampftag eröffneten die Judoka der U 18.
Gregor Lindner, ging zwar als Titelverteidiger auf die Matte, hat aber erst kürzlich die
Gewichtsklasse gewechselt so dass er nicht unbedingt als Favorit galt. Doch Gregor zeigte sich
von seiner Besten Seite. Nach einer makellosen Vorrunde setzte er sich auch im Halbfinale vor
dem Ende der regulären Kampfzeit durch und traf schließlich im Finale auf einen Kontrahenten
aus Leipzig. Auch hier konnte Gregor schnell einen Vorsprung erkämpfen, den er dann bis zum
Kampfende verteidigte, Damit hatte Gregor Lindner seinen Landesmeistertitel aus dem Vorjahr
verteidigt und stand als erster Lichtenberger Judoka an diesem Tag auf dem Siegerpodest. Es
sollte nicht der letzte sein. Unser zweiter Starter, Max Klotsche war neu in dieser Altersklasse er
konnte zwar noch nicht in den Medaillenkampf eingreifen, zeigte aber dass er sich schon gut an
die neuen Regeln gewöhnt hat und dass in Zukunft einiges von ihm zu erwarten sein wird. In der
gleichen Gewichtsklasse ging auch Phillip Langnickel an den Start. Er hatte einen super Tag
erwischt, steigerte sich von Kampf zu Kampf und zog schließlich zum ersten mal in ein
Landesmeisterschaftsfinale ein. Auch hier war Phillip nicht zu stoppen schon nach kurzer Zeit
gelang ihm ein Fußwurf, der den Kampf zu seinen Gunsten beendete. „Landesmeister – wenn mir
das Gestern jemand gesagt hätte, hätte ich wahrscheinlich laut gelacht. Jetzt bin ich einfach nur
Glücklich“ Kommentierte Phillip seinen Wettkampf.
Am Nachmittag, in der Altersklasse U 21, gingen gleich vier TSV Judoka an den Start und die
wollten der U 18 natürlich nacheifern. Nils Windrich ging als erster auf die Tatami. Er konnte zwar
nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen doch sein fünfter Platz in einer ausgeglichenen
Gewichtsklasse war ein toller Auftakt für das Lichtenberger Judoteam. Neu im Lichtenberger
Judoteam ist Emma Wenk. Die Ottendorferin wechselte erst zum Jahresbeginn zum TSV und
steuerte gleich eine Bronzemedaille in ihre Gewichtsklasse bei. Unser dritter Starter war Moritz
Lindner. Durch seine Ausbildung kann er derzeit nicht regelmäßig trainieren. In der Vorrunde hatte
er dennoch wenig Probleme und schließlich konnte er auch seinen Halbfinalkampf siegreich
beenden. Im Finale entspann sich eine spannende Auseinandersetzung mit seinen Leipziger
Kontrahenten und Moritz erarbeite sich auch einen Vorsprung. Doch kurz vor Schluss, eine kleine
Unachtsamkeit und die nutze sein Gegner aus und entriss ihm den fast sicher geglaubten Titel.
„Schade, doch ein bisschen golden glänzt diese Silbermedaille schon. Wusste ich doch vorher
überhaupt nicht wo ich stehe. Dafür bin ich mit dem heutigen Ergebnis sehr zufrieden. “ So Moritz
nach dem Turnier. Letzte im Bunde war Marie Klotsche. Ungewohnt schwer hatte sie es in den
Vorkämpfen und musste in allen Kämpfen in die Verlängerung gehen. Doch die kurze Pause vor
der Finalrunde tat Marie gut. Gewohnt Selbstbewusst ging sie auf die Wettkampfmatte und
beherrschte ihre Kontrahentinnen. Nach dem Sieg im Halbfinale war auch der Finalkampf eine
klare Sache. Schon nach 20 Sekunden brachte Marie ihre Gegnerin mit einem Schulterwurf auf
den Rücken und beendete damit diesen Kampf zu ihren Gunsten, erkämpfte zum siebenten mal
den Landesmeistertitel und war mehr als Glücklich über das Ergebnis. „So holprig der Tag heute
begann, so froh bin ich, dass ich es wieder geschafft habe Gold zu holen und Landesmeisterin zu
werden.“ Fasste Marie den Tag zusammen. Aber lange ausruhen auf den Erfolgen können sich
unsere Athleten nicht. Schon Anfang Februar geht es im thüringischen Schmölln um die
Fahrkarten zu den Deutschen Meisterschaften. Allen dazu viel Erfolg.