Zweimal Gold, einmal Silber

Das ist die Bilanz der Lichtenberger TSV Judoka bei den ersten, sächsischen Meisterschaften des Jahres.
Schon am 2. Februar wurden die Kämpferinnen und Kämpfer der Altersklassen U 18 und U 21 im
Vogtländischen Adorf auf die Tatami gerufen. Unter den über 250 Startern aus ganz Sachsen hatten gleich
fünf Lichtenberger die Qualifikation zu diesem Turnier erreicht. Den Auftakt machte die Altersklasse U 18.
Gregor Lindner zeigte weiter seine aufsteigende Form und konnte sich bis in das Finale kämpfen. Dort
musste er sich aber leider, nach einem spannenden, ausgeglichenen Kampf erst in der Verlängerung
seinem Kontrahenten geschlagen geben. Dieser Vizemeistertitel bedeutet gleichzeitig auch die
Startberechtigung zu den Mitteldeutschen Meisterschaften, wo es dann um die Qualifikation zu den
Deutschen Meisterschaften Anfang März in Leipzig geht. Knapp an den Medaillenplätzen gescheitert ist
unser zweiter Starter in der U 18 Mark Windrich. Doch sein fünfter Platz bedeutet sein bisher bestes
Ergebnis bei einer Landesmeisterschaft in dieser Altersklasse.
Am Nachmittag wurden dann die jungen Frauen und Männer der U 21 auf die Tatami gerufen. Für das
Lichtenberger Judoteam starteten mit Marie Klotsche, Phillip Langnickel und Moritz Lindner gleich Judoka.
Und alle drei zählten auch zu den Favoriten in ihren Gewichtsklassen. Einen gebrauchten Tag hatte Phillip
erwischt. Bei seinem ersten Meisterschaftsstart in der U 21 musste er leider Lehrgeld bezahlen. Es lief
nicht viel zusammen und er musste sich schon nach der Vorrunde aus dem Turnier verabschieden.
Schade! Besser lief es dann für Marie Klotsche und Moritz Lindner. Beide erreichten, in überzeugender
Manier jeweils das Finale ihrer Gewichtsklassen. Und auch dort hielten sich beide schadlos und konnten
durch überzeugende Siege den Landesmeistertitel erkämpfen. Eine besondere Ehre wurde dann noch
Marie zuteil. Sie wurde, auf Grund ihrer spektakulären Techniken und ihrer vorzeitigen Siege als beste
Technikerin ihrer Altersklasse ausgezeichnet.
Viel Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht. Schon zwei Wochen später, am 17. Februar, ging es für alle drei
zu den Mitteldeutschen Meisterschaften ins thüringische Rudolstadt. Natürlich wollten alle drei auch hier
eine der begehrten Medaillen erkämpfen.
Den Auftakt machte wieder Gregor Lindner in der U 18. Einer souveränen Vorrunde folgte ein klarer Sieg
im Halbfinale und damit war das Minimalziel, die Quali zur Deutschen, schon geschafft. Das Finale war
dann ein enges Rennen in dem sich Gregor und sein Thüringer Kontrahent lange Zeit keine Blöße gaben.
Erst in der Verlängerung konnte sich Gregor absetzen und wurde, letztendlich Verdient, Mitteldeutscher
Meister.
Marie Klotsche und Moritz Lindner wollten dem natürlich nicht nachstehen. Marie zog nach vier
blitzsauberen Siegen souverän in das Finale ein, musste sich allerdings dort ihrer Gegnerin geschlagen
geben. Der Silberplatz bedeutet aber die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft und das bereits zum
vierten Mal. Moritz wollte das natürlich auch schaffen traf aber bereits im ersten Kampf auf den Favoriten
und späteren Sieger seiner Gewichtsklasse. Doch er kämpfte sich über die Hoffnungsrunde ins kleine
Finale um Platz 3, was für die Qualifikation reichen würde. Dieser Kampf war der letzte des gesamten
Turniers und er sollte ein würdiger Abschluss werden. Nach der regulären Kampfzeit von vier Minuten
konnte keiner der Kämpfer einen Vorteil erreichen und es ging in die Verlängerung. Auch dort zeigte keiner
eine Schwäche und erst nach insgesamt 18 (!) Minuten Kampfzeit fiel eine Entscheidung. Leider diesmal
gegen Moritz. Der Beifall der gesamten Halle war nur ein schwacher Trost für ihn, denn Platz fünf reicht
leider nicht für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Trotzdem haben alle drei Lichtenberger
Judoka gezeigt, dass auch ein kleiner Verein tolle Kämpfer entwickeln kann und mit viel Trainingsfleiß
große Erfolge erreicht werden können. Auch dank unseres starken Trainerteams von den Anfängern bis zu
den Leistungsträgern.
Für Marie und Gregor geht der Weg jetzt weiter. Beide bereiten sich jetzt, gemeinsam mit ihren Trainern
auf die Deutschen Meisterschaften am 2. März in Leipzig (Gregor) bzw. am 9. März in Frankfurt/Oder
(Marie) vor und wollen auch dort wieder starke Kämpfe zeigen.
U.M.