Drei Tage voller Einsatz in Teplice
Insgesamt 28 Judoka und fünf Trainer entschieden sich dazu, ihre Ferien beziehungsweise ihren Urlaub gegen drei intensive Trainingstage im tschechischen Teplice einzutauschen – eine Entscheidung, die sich am Ende mehr als lohnen sollte. Darunter waren auch vier Sportler und Trainer Julian Mann vom TSV Lichtenberg. Drei Tage lang wurde mit viel Motivation trainiert, geschwitzt, gelacht und vor allem die gemeinsame Zeit auf und neben der Matte genossen.
Der Ausflug begann am Montagmorgen mit der gemeinsamen Abreise Richtung Tschechien. Nach Erreichen des Sporthotels, das zugleich Unterkunft und Trainingsstätte war, blieb kaum Zeit zum Ankommen – denn schon kurz darauf stand die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Mit kleinen Spielen und ersten Kämpfen lernten sich die Teilnehmer schnell besser kennen. Von der U15 bis zu den Erwachsenen waren alle Altersklassen vertreten, was von Beginn an für eine besondere Trainingsatmosphäre sorgte.
Nach einem ausgiebigen Mittagessen und einer kurzen Erholungspause folgte bereits die zweite Judoeinheit des Tages. Hier wurde intensiv gearbeitet: Technik, Ausdauer und Kraft wurden gleichermaßen gefordert, sodass jeder Sportler an seine persönlichen Grenzen gehen musste.
Ein besonderes Highlight bildete die dritte Einheit des Tages. Gemeinsam mit dem Verein ProSportJudo Teplice, der auch international erfolgreich unterwegs ist und bereits zahlreiche Medaillen gewinnen konnte, durften wir trainieren. Diese Einheit stellte für viele eine völlig neue Herausforderung dar. Neue Trainingsmethoden, unbekannte Techniken und ein anderes Trainingsniveau sorgten für wertvolle Erfahrungen, die sicherlich noch lange nachwirken werden.
Der zweite Tag begann früh: Bereits um 7:30 Uhr startete der Morgensport draußen im Schnee. Trotz der kalten Temperaturen sorgte die Bewegung schnell für warme Muskeln und gute Laune, bevor es anschließend zum wohlverdienten Frühstück ging. In den folgenden Trainingseinheiten lag der Fokus auf Bodentechniken sowie taktischen Elementen im Griffkampf. Auch anspruchsvolle Kraftübungen durften nicht fehlen.
Vor dem Abendessen stand noch ein gemeinsamer lockerer Lauf auf dem Programm, auch wenn uns der Weg über einen steilen Anstieg hinauf zur Burg Daubersberg führte. Eine schöne, wenn auch durchaus anspruchsvolle Abwechslung zum Training auf der Matte.
Der Abend konnte anschließend individuell gestaltet werden: Einige nutzten die Sauna zur Regeneration, andere spielten Fußball, während besonders Motivierte sogar noch eine zusätzliche Krafteinheit einlegten.
Auch der nächste Morgen begann traditionell mit Morgensport, Frühstück und zwei weiteren intensiven Judoeinheiten. Die Trainer hatten nicht vor, zum Abschluss nachzulassen: Zahlreiche Würfe, intensive Kämpfe und volle Konzentration bis zur letzten Minute verlangten noch einmal alles ab. Trotz zunehmender Müdigkeit zeigten alle Judoka großen Einsatzwillen und zogen bis zum Ende durch.
Am Abend spiegelten müde, aber zufriedene Gesichter wider, was dieses Trainingslager ausgemacht hatte: harte Arbeit, persönliche Fortschritte und viele gemeinsame Erlebnisse. Während der gesamten Tage wurde deutlich, dass solche Trainingslager weit mehr sind als nur sportliche Weiterbildung. Sie stärken den Zusammenhalt innerhalb und zwischen den Vereinen, schaffen neue Freundschaften und vertiefen bestehende Kontakte.

